40 Jahre Weinbaugemeinschaft

40 Jahre Weinbaugemeinschaft Weinberg Pillnitz

„Ein Eintrag im Kalender – Beratung Weinbau – am 7. Juli 1980 erinnert an einen wichtigen Tag für den Weinbau in Pillnitz, es ist die Gründungsveranstaltung der Weinbaugemeinschaft Pillnitz.“

Frühjahr 1981: Um die Weinbergkirche sind die ersten Reben gepflanzt.

Liebe Winzerinnen und Winzer,

heute vor genau 40 Jahren wurde unsere Weinbaugemeinschaft gegründet. Auch wenn wir das Jubiläum erst im nächsten Jahr gebührend feiern können, möchten wir heute zumindest mit ein paar Bildern an die Anfänge erinnern.

1981: Arbeit mit Rigolpflug und Benzinwinde in schwierigem Gelände
1981: Noch ist vieles Wildnis, aber die ersten Reben sind schon gepflanzt
1982: Platz schaffen für die neuen Reben
1983: Die ganze Familie im Weinberg
1983: Freude über die erste Ernte

Pillnitzer Winzerbrot

Rückblick: Wie das Pillnitzer Winzerbrot auf den steinernen Tisch kam (August 2011).

Zwei Jubiläen führten zu etwas dauerhaft Neuem in Pillnitz. Zum einen feierte die Bäckerei Wippler in Pillnitz ihr 100-jähriges Bestehen und zum Anderen feierten die Winzer 850 Jahre Weinbau in Sachsen.

Zum ersten ehrwürdigen Jubiläum sponserte die Einkaufsgenossenschaft der Bäcker dem Meisterbetrieb eine Markenanmeldung für ein „Pillnitzer Winzerbrot“. Der Meister Wippler war natürlich mehr Bäcker als Winzer und konnte von seiner gerade in Pillnitz neuerstandenen Backwirtschaft nur wehmütig auf den Weinberg schauen – wie kommt der Winzer ins Brot.

Für das Weinbaujubiläum wollte die Weinbaugemeinschaft „Weinberg Pillnitz“ e. V. etwas Bleibendes für die Öffentlichkeit schaffen. Ein steinerner Tisch sollte es werden, eine Raststätte für Wanderer im Weinberg. Dieser Tisch sollte aber auch gedeckt werden, zumindest erstmal zu seiner feierlichen Einweihung.

Durch glückliche Fügung kamen Bäcker und Winzer zusammen und kreierten das Pillnitzer Winzerbrot. Nicht nur im Kopf, sondern mit allen Sinnen wurde von Bäckern und Winzern gearbeitet, Teigproben und Formen entwickelt, der Ofen angeheizt und verschiedene Proben gebacken. Das einmütig beste Ergebnis beim Verkosten mit einem Gläschen Pillnitzer Wein war dann das Pillnitzer Winzerbrot.

Soviel aus dem Geheimnis des Bäckers – der Wasseranteil des Teigs wird durch Traubensaft von Huxel­rebe und Traminer ersetzt, das Brot mit gewürfeltem Bergkäse und Walnüssen gefüllt. Und die Form des Winzerbrotes erinnert an einen Rebstock, je nach Laune des Bäckers mal rank und schlank gewunden oder verkrümmt unter der Last des Alters.

Das freudige Ergebnis war dann die Feier der Weinbaugemeinschaft zum Weinbaujubiläum am 6. August 2011. Das Bild spricht für sich – der herrlich gestaltete Tisch aus Sandstein mit Motiven einer Weinpresse, gedeckt mit Winzerbrot und einem Weinfäßchen, das Grauen Burgunder aus dem Pillnitzer Berg, gekeltert von der Sächsischen Winzergenossenschaft Meißen, enthält. Rundherum viele glückliche Menschen – Winzer, Bäcker, die Steinmetze, die Sächsische Weinkönigin und eine große Schar fröhlicher Gäste, die sich an Wein und Winzerbrot laben und sich über etwas Neugeschaffenes freuen. Als Kulisse dazu ein sonniges Augustwetter und die herrliche Weinberglandschaft.

Dr. Roland Richter / Michael Wippler, Fotos Jürgen Kalb

Besuch der Weinhoheiten

Besuch der Weinhoheiten (Juni 2019)

„Cool, Cooler, Saxony“ mit diesen Worten beschrieben die Deutschen Weinhoheiten ihre Reise durch das Anbaugebiet Sachsen. Im Rahmen ihrer Deutschlandtour besuchten Weinkönigin Carolin Glöckner, sowie ihre Weinprinzessinnen Inga Storck und Klara Zehnder am 20.06.2019 auch die Winzer der Weinbaugemeinschaft „Weinberg Pillnitz“. Als Tour-Guides begleiteten sie dabei unsere Sächsischen Hoheiten Ann-Kathrin Schatzl und Katrin Hecht, sowie Sandy Prüger vom Weinbauverband Sachsen.

Die Winzer begrüßten die Weinhoheiten an diesem herrlichen Sommertag mit Pillnitzer Winzerbrot, Käse und einem leckeren Tropfen auf dem Festplatz unter der Buche. Im anschließenden Rundgang durch den Weinberg konnten viele Details zur Geschichte des Weinbergs, der Weinbaugemeinschaft und den lokalen Besonderheiten des Weinanbaus ausgetauscht werden. Gestärkt durch einige wilde Erdbeeren konnte dann der steile Aufstieg durch die gut gepflegten Weinbergterrassen zum oberen Ende des Weinbergs bewältigt werden.

Angekommen an einem der ehemaligen Wächterhäuser genossen die Hoheiten und Winzer einen Pillnitzer Riesling und den atemberaubenden Blick über das östliche Elbtal, das Erzgebirgsvorland bis nach Dresden. Auch hier bewunderten sie die abwechslungsreiche Landschaft, die eindrucksvolle und gut bewirtschaftete Weinberganlage und das historischen Ambiente mit Schloss und Park Pillnitz. Der Besuch im Pillnitzer Weinberg wurde durch eine Besichtigung der Weinbergkirche „Zum Heiligen Geist“ abgerundet.