Die Sehenswürdigkeiten     ———
Fenster schließen

Der Pulverturm

Hintergründe zum "gesprengten Pulverturm" auf dem Weinberg Pillnitz

Auf dem Leitenweg oberhalb des Weinberg Pillnitz gab es 4 Winzerhäuser. Drei der Winzerhäuser sind in den Jahren bis 2005 wieder hergestellt worden.
Das 4. Winzerhaus stand an der Nord-Ostecke des Weinberges als ein "gesprengter Pulverturm" gebaut. Dieser wurde 1945 durch Fliegerbomben zerstört. Es war ein runder Turm mit einem Durchmesser von 4 m und einer Höhe von 2 bis 3 m - gemauert aus Bruchsteinen. Er hatte kein Dach und sollte mit seinem unregelmäßigen Turmkopf von Anfang an als Ruine gelten. Offensichtlich hatte er aber eine Geschossdecke, so das in seinem Inneren ein geschlossener Raum bestand.
Möglicherweise war dieser "gesprengte Pulverturm" als Ergänzung zur 1785 auf dem Pillnitzer Schlossberg gebauten künstlichen Burgruine gedacht (die künstliche Burgruine war eine Anregung Marcolinis im Zuge des romantischen Ausbaues des Friedrichsgrundes).
Man verstand solche künstlichen Ruinen als ein Sinnbild der Vergänglichkeit für alles vom Menschen Geschaffene.

Ein Wiederaufbau des "gesprengten Pulverturms" und auch des 1986 umgefallen Obelisk (Hundeturm) im Weinberg würde die denkmalgeschützte Substanz des Weinberges Pillnitz wieder vollständig herstellen.

Pulverturm vor 1945

Fenster schließen


  
Fotomontage: Vision — Pulverturm

Durch die Grundplatte und des Fundamentkopfes kann man die Ausdehnung des ehemaligen "gesprengten Pulverturms" gut erkennen.

Die halbrunden Sandsteine beidseitig neben dem Tor konnten noch keiner Funktion zugeordnet werden.


das noch vorhandene Fundament des
zerstörten Pulverturms


Vision: Wiederaufbau des "gesprengten Pulverturms"

Es ist beabsichtigt in Zukunft das letzte Winzerhaus am Weinberg Pillnitz wieder aufzubauen.
Hierzu werden Mittel in Höhe von ca. 80 T€ benötigt.

Die Wiederherstellung des 4. Winzerhauses muss denkmalgerecht erfolgen. Leider wurden bis heute keine detaillierten Unterlagen gefunden (es wird weiter gesucht). Deshalb wurde von angenommenen, dem Original sicher ähnlichen Vorstellungen ausgegangen.

Notwendige Leistungen:
- Fundamentsanierung; Vorhandene Bodenplatten wieder einbeziehen.
- Errichtung des Baukörpers; Durchmesser 4,0 m außen, Mauerstärke 0,50 m, Geschosshöhe bis Sims 2,50 m, unregelmäßige Oberkante zw. 1 m und 1,50 m.
- Einrichtung von zwei Durchgängen
- Einbringung einer einfachen Geschossdecke mit wasserdichter Bedeckung - Wasserablauf
- Im Obergeschoss eine Fensteröffnung.

Die erforderlichen Mittel könnten aber nur über Sponsorenmittel und Spendengelder aufgebracht werden.


Fenster schließen